Wie entsteht ein Ring?

Letztes Jahr im November durfte ich für eine Kundin einen Ring als Anfertigung machen. Hier war der Wunsch meiner Kundin, daß ich die vorhandenen Eheringe Ihrer Eltern dazu verwende. Normalerweise mache ich das nicht, da dieses Material oft sehr spröde und brüchig ist. Aber ich hatte versprochen, es wenigstens zu versuchen, und dieses Mal hat es doch auch wirklich geklappt!

Hier können Sie sehen, wie dieser Ring entstanden ist.

Hier schmelze ich die alten Ringe ein. Wichtig ist daß sich beim Abschrecken eine feine Kristallstruktur bilden kann. Dann ist das Material nicht so spröde und reißt beim Bearbeiten nicht.

 

So sieht dann das geschmolzene, noch glühende Material aus

Und das ist das abgekühlte Stück.

Durch Walzen bekommt man das Rohmaterial in die gewünschte (Streifen)Form. Diesen Streifen habe ich dann zu einem Ring gebogen. Da die Öffnung für die Steinfassung nachher schräg sein soll, habe ich die Fuge hier auch schon schräg angelegt um später nicht so viel Material übrig zu haben. Diesen Ring habe ich nun zusammengelötet...

...rundherum in die richtige Form gefeilt...

...und dann die Fuge wieder aufgesägt.

Dann habe ich den Ring so weit aufgebogen, daß die Zargenfassung mit etwas Spannung eingepasst werden kann. Anschließend habe ich die Flächen geschliffen bzw vorpoliert, da man später an manche Stellen nicht mehr so gut herankommt.

Hier sehen Sie den Ring und die vorbereitete Zargenfassung...

...und hier ist die Fassung schon eingelötet.

Jetzt musste nur noch die Opaltriplette eingefasst werden. Das habe ich aber nicht selber gemacht, sondern habe es einem Schmucksteinfasser gegeben.

Den Ring mit dem eingefassten Stein habe ich dann vollends geschmirgelt und poliert,

 

und das ist der fertige Ring:

 

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