Der Diamant

Natürlich muß bei einem Edelsteinlexikon der Diamant als erstes stehen. Er wird wohl am Meisten verwendet, als Ministein mit 1-2 mm Durchmesser bis hin zu den großen Solitär-Steinen mit mehreren Millimetern.

Das Interessante an Diamanten ist für mich, daß es nur einer anderen Kristallstruktur bedarf, und der Kohlenstoff ist etwas ganz anderes wie z. B. Graphit.

Ein Diamant wertet als kleiner, glitzernder Stein einen anderen, größeren Stein oder eine kleines Schuckstück auf, ein größerer Diamant benötigt nur ganz wenig Metall um sich herum, er wirkt durch seine eigene Schönheit.

Hier stelle ich Euch nun die Fakten über den Diamant vor:


Der Diamant ist das härteste natürlich vorkommende Element auf der Erde. Nach der Mohsschen Härteskala hat er die Härte 10.

Er besteht aus reinem Kohlenstoff, seine chemische Formel ist also ganz einfach "C".

Die Kristallform des Diamant ist kubisch, die Dichte ist 3,52 g/cm3

Die Wert eines Diamanten wird von den "Vier C" bestimmt: Carat, Colour, Cut, Clarity

Carat oder Karat:

Das Gewicht eines Edelsteines oder Schmucksteines wird in Karat angegeben. Ein Karat entspricht genau 0,2 g.

Der Ursprung dieser Einheit ist der Samen des Johannisbrotbaums (Ceratonia siliqua), der früher als Maß eingesetzt wurde. Jedes Samenkorn hat das Gewicht von 0,2 g.

Zur Größe:

Ein Brillant von 0,01 ct hat einen Durchmesser von 1,3-1,4 mm.

0,10 ct entsprechen ca 3 mm

0,25 ct ca 4,1 mm

 0,5 ct ca 5,1 mm

1 ct ca 6,5 mm

 

Colour oder Farbe:

Diamanten gibt es in verschiedenen Farben, häufig sind Gelb- und Brauntöne. Steine mit diesen Farben sind meistens nicht so teuer wie die helleren bis weißen Diamanten. Ausnahmen sind Diamanten in kräftigen Blau-, Grün-, Rot- und Pinktönen, sowie manche Gelb- und Brauntöne. Diese Farben werden teilweise deutlich höher gehandelt als weiße Diamanten.

Die handelsüblichen Farbbezeichnungen sind:

Hochfeines Weiß+ (River bzw. D)

Hochfeines Weiß (River bzw E)

Feines Weiß+ (Top Wesselton bzw F)

Feines Weiß (Top Wesselton bzw G)

Weiß (Wesselton bzw H)

Leicht getöntes Weiß+ (Top Crystal bzw. I)

Leicht getöntes Weiß (Top Crystal bzw. J)

Getöntes Weiß+ (Top Crystal bzw. K)

Getöntes Weiß (Top Crystal bzw. L)

Getönt 1 (Top Cape bzw. M oder N)

Getönt 2 (Cape bzw O)

Es gibt auch schwarze Diamanten, die aber im Schmuckbereich keine große Rolle spielen.

 


 

Cut oder Schliff:

Der Schliff ist für das "Feuer" eines Diamanten von großer Wichtigkeit. Ein guter Schliff nützt die natürliche, hohe Lichtbrechung des Diamanten aus und lässt ihn funkeln, während ein Diamant mit einen schlechten Schliff uninteressant wirkt.

Die Bezeichnungen sind:

Sehr gut: hervorragende Brillanz mit sehr guten Proportionen

Gut: gute Brillanz, geringe aüßere Merkmale, Proportionen mit geeringen Abweichungen

Mittel: Brillanz gemindert, mehrere größere, äußere Merkmale, Proportionen mit erheblichen Abweichungen

Gering: Brillanz erheblich gemindert, große und /oder zahlreiche äußere Merkmale, Proportionen mit sehr deutlichen Abweichungen

Es gibt veile verschiedene Schliffe für den Diamanten. Der gebräuchlichste ist der Brillantschliff mit insgesamt 56 Facetten, 32 Facetten und die Tafel (die große Fläche in der Mitte) im Oberteil, und 24 Facetten im Unterteil.

Dieser Schliff ist genau auf die Lichtbrechung des Diamanten abgestimmt und bringt dadurch die beste Brillanz des Steines zum Vorschein.

Nur ein Diamant, der im sogenannten Brillant-Vollschliff geschliffen ist, darf als Brillant bezeichnet werden!

Alle anderen Steine müssen den Zusatz "Im Brillantschliff" enthalten, z.B. "Zirkonia im Brillantschliff".

Weitere häufig verwendete Schliffe sind:

der Princess-Cut, einen quadratischer Schliff,

der Baguette-Schliff, hier ist der Stein rechteckig

 

Clarity oder Reinheit:

Zur Beschreibung der Reinheit werden folgende Abkürzungen und Fachbegriffe verwendet (Rangfolge), wobei sich die Kriterien auf die Begutachtung durch einen geübten Fachmann beziehen:

fl flawless auch bei 10-facher Vergrößerung lupenrein (keine Einschlüsse und keine äußeren Fehler erkennbar)
if internally flawless bis auf mögliche Oberflächenspuren von der Verarbeitung lupenrein
vvs1 / vvsi very, very small inclusions Einschlüsse sind auch bei zehnfacher Vergrößerung nur sehr, sehr schwer zu erkennen.
vvs2 very, very small inclusions Einschlüsse sind auch bei zehnfacher Vergrößerung nur sehr schwer zu erkennen.
vs1 / vsi very small inclusions Einschlüsse sind bei zehnfacher Vergrößerung schwer zu erkennen.
vs2 very small inclusions Einschlüsse sind bei zehnfacher Vergrößerung zu erkennen.
si1 small inclusions Einschlüsse sind bei zehnfacher Vergrößerung leicht zu erkennen.
si2 small inclusions Einschlüsse sind bei zehnfacher Vergrößerung, jedoch nicht mit bloßem Auge sehr leicht zu erkennen.
pi1 Piqué I (Pikee I) Einschlüsse mit bloßem Auge gerade noch erkennbar, mindern die Brillanz jedoch nicht.
pi2 Piqué II (Pikee II) Einschlüsse mit bloßem Auge erkennbar, mindern die Brillanz schwach
pi3 Piqué III (Pikee III) Einschlüsse mit bloßem Auge leicht erkennbar und mindern die Brillanz deutlich.



















































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Kommentare: 2
  • #1

    sabi (Sonntag, 25 Oktober 2015 15:58)

    Und was auch sehr wichtig zu erwähnen wäre ... diamonds are the girls best friends!

  • #2

    eva (Sonntag, 25 Oktober 2015 16:23)

    Da hast Du aber sowas von recht!